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Alt 21.02.2018, 19:55   #5
Erich Kykal
TENEBRAE
 
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Hi EVG!

Sehr schön und emotional geschrieben, indes, die ersten Strophen wirken auf mich etwas wirr - die Bilder erklären sich nicht alle, wirken etwas durcheinandergeworfen.

Ich habe mir erlaubt, mittels Änderung möglichst weniger Worte einen klareren roten Faden zu generieren, bzw. fehlende Kommata zu ergänzen. Das einzige, was nun noch aus meiner Sicht unerklärt bleibt, ist die Herkunft des nächtlichen Glühens - was soll das sein?


Am langen Ende seiner kurzen Stunden
verschließt der Himmel bald sein weiches Licht
und legt ein Funkeln zart auf seine Wunden,
das abendliche Linderung verspricht.

Die Nacht steigt aus dem Dunkel ihrer Häute,
gebiert ein dürres, aber warmes Glühen,
das so wie gestern, morgen und auch heute,
die einen lieben und die andern fliehen.

Nun flirren viele Flocken hin zu Erden,
auf das ein Guttun diesen Segen hüte -
und kleiden ein und schmelzen, und sie sterben
so wie im Winter eine Rosenblüte.

Und wie ein Wort, das noch im Schweigen reift,
erblüht auch jüngst der nächste warme Tag.
Es ist mein Herz, das nach den Sternen greift,
nur ein Moment, oh weh, wie ich dich mag -

und mit der Nacht, die mit den Flügeln schlägt,
so werden Du und ich in ihr entgleiten
und jedes Wort, das uns gen Himmel trägt;
wird uns aufs Neue darauf vorbereiten.


Sehr gern gelesen und beklugfummelt!

LG, eKy
__________________
Weis heiter zieht diese Elend Erle Ute - aber Liebe allein lässt sie wachsen.
Wer Gebete spricht, glaubt an Götter - wer aber Gedichte schreibt, glaubt an Menschen!
Ein HAIKU ist ein Medium für alle, die mit langen Sätzen überfordert sind.
Dummheit und Demut befreunden sich selten.

Die Verbrennung von Vordenkern findet auf dem Gescheiterhaufen statt.
Hybris ist ein Symptom der eigenen Begrenztheit.
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