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Finstere Nacht Trauer und Düsteres

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Alt 21.05.2009, 15:12   #1
Helene Harding
Gast
 
Beiträge: n/a
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Ahoi Jenny, Feirefiz' Zeilen haben eine Drogen-Diskussion in Gang gesetzt. Erfreulich, denn an anderer Stelle würde hier bereits abgemahnt. Jenny, dass du mit Drogen experimentiertest und dies hier offenlegst, finde ich insofern anerkennenswert und auch mutig, dass du dir der Wirkungen und Nebenwirkungen derweil bewusst bist. Vor vielen Jahren lief ein für mich tiefgreifend-entsetzlicher Film aus dem Jahr 1981 - "Christiane F. - Wir Kinder vom Bahnhof Zoo". Teils biographisch zeigt er gnadenlos den Verfall zur Droge eines jungen Menschen, der sich schlussendlich prostituiert, um die immer mehr zunehmende Sucht zu befriedigen - bis hin zum Suizidversuch. Reicht das immer noch nicht als abschreckendes Beispiel? Neugier hin oder her, mir scheint es fast so - und das fast ketzerisch - dass die Gesellschaft teilweise billigend zusieht; weil ein mit Drogen vollgepumptes Hirn ausschließlich mit sich beschäftigt und nicht mehr mit der Außenwelt in Kontakt ist.

alles liebe, budina

Geändert von Helene Harding (21.05.2009 um 15:13 Uhr)
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Alt 22.05.2009, 21:10   #2
Falderwald
Lyrische Emotion
 
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Beiträge: 9.947
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Liebe budina, hallo zusammen,

genau das ist hier der Punkt:

Wir sprechen von einem Kiffergedicht und landen schließlich bei Christiane F.
Solange sich in der Bevölkerung immer noch der Glauben breit macht, Cannabis sei als Droge genau so wirksam und gefährlich wie z.B. Heroin, die Droge der Protagonistin aus dem o.a. Film, wird es immer wieder junge Leute geben, die das auch noch glauben.
Damit unterliegen sie aber einem gefährlichen Trugschluss.
Sie probieren Cannabis und stellen fest, die ganzen Märchen stimmen hinten und vorne nicht und schließen dann oftmals daraus, also wenn das mit Hasch nicht so ist, können die anderen Drogen auch nicht so schlimm sein.
Schon geht es einen fatalen Weg.

Stellen wir mal ganz klar fest, daß nicht jeder, der regelmäßig Alkohol konsumiert, auch ein Alkoholiker ist.
Dasselbe gilt auch für die Cannabis-Konsumenten.

Es wird dann gefährlich, wenn der einzelne feststellt, daß er z.B. schon früh am Tag mit dem Kiffen oder Trinken beginnt, damit es für ihn einen normalen Gang nimmt.
Natürlich gibt es auch die Feierabend-Alkoholiker und -Kiffer, die immer wieder übertreiben.
Nur wer einen vernünftigen Umgang mit diesen Drogen pflegt, wird auch ein normales Leben führen können.
Und inzwischen sollte es eigentlich auch bekannt sein, daß Alkohol zu schwerster körperlicher Abhängigkeit führen und eine primäre Todesursache sein kann.

Informationen gibt es genug, doch die meisten, die sich eine Droge zuführen, fragen gar nicht danach, was sie sich da in den Körper reinziehen, Hauptsache, es knallt - heftig und schnell.
Wobei das bei den wirklich Abhängigen ja gar nicht mehr so ist.
Der Rauschzustand wird zum Alltag und eine Ernüchterung wird als störend empfunden.
Die Droge verbleibt auf Dauer im Körper und darf einen gewissen Pegel nicht unterschreiten. Dann wird es Zeit, sie sich neu einzuführen.
Das ist auch sehr schön an Medikamentenabhängigen zu beobachten.

Ich will hier nichts gut reden, doch das eigentliche Problem liegt immer bei der Dosierung und letztendlich der Selbstbeherrschung.
Und da muss sich jeder selbst fragen, inwieweit er sich da vertrauen kann.

Drogen hat es immer und zu allen Zeiten gegeben.
Probleme macht nicht die Droge, sondern ausschließlich der Kopf.

Und jeder muss schlussendlich selbst wissen, was er tut.

Es gibt viele Christiane F's, doch es gibt noch weitaus mehr Ottos und Annas aus der Nachbarschaft, in der eigenen Familie und in uns allen...

Für mich die absolute Einstiegsdroge Nr. 1: Industriell gefertigte Zigaretten


Liebe (leider rauchende) Grüße

Falderwald
__________________


Oh, dass ich große Laster säh', Verbrechen, blutig kolossal, nur diese satte Tugend nicht und zahlungsfähige Moral. (Heinrich Heine)



Falderwald ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.05.2009, 07:17   #3
Seeräuber-Jenny
Gast
 
Beiträge: n/a
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Ahoi liebe Mitdiskutanten,

Falderwalds Beitrag kann ich nur dick unterstreichen.

Zitat:
Probleme macht nicht die Droge, sondern ausschließlich der Kopf.
Genauso ist es. Und mein Köpfchen, liebe budina, hat mich zu Experimenten mit verschiedenen Substanzen veranlasst, aber auch vor dem Untergang bewahrt. Lieber genieße ich heute die weichen Drogen, von denen das Nikotin wohl die verhängnisvollste ist.

Lieben Gruß
Seeräuber-Jenny
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