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Finstere Nacht Trauer und Düsteres

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Alt 22.05.2009, 08:20   #1
fee
asphaltwaldwesen
 
Registriert seit: 31.03.2009
Ort: österreich
Beiträge: 961
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hm, basse,


ich denke doch, ich konnte deinen gedankengängen folgen.

viel kluges konnte ich darin lesen. viel erkenntnis. auch gelassenheit?

das lyrIch könnte von dieser gelassenheit wohl eine große portion gebrauchen, um sich nicht so tief getroffen zu fühlen. fallen-gelassen wie eine heiße kartoffel.

nun suhlt es sich in selbstmitleid (und eben auch in der desillusionierenden erkenntnis, dass es doch stets alleine und auf sich gestellt ist, wenn´ s drauf ankommt).
was ja vielleicht auch auf eine ihm ebenfalls eigene portion egozentrik verweist.... und dann trifft das von dir geschilderte bild der spiegelung durchaus zu. aber es gibt auch jene situationen/zeiten, in denen man tatsächlich die freunde mehr als sonst bräuchte (weil man sich selbst eigentlich grad am wenigsten leiden kann und selbst keinen halt geben kann) - und gerade dann sind die nicht nur völlig unbeteiligt, nein - sie kommen auch noch mit schuldzuweisungen daher (vielleicht, weil es ihnen gerade ähnlich geht,..wer weiß...). das ist dann dieses quäntchen zuviel, über das man sonst nur schulterzucken würde. doch im jetzigen zustand versenkt es einen. gründlich und nachhaltig.

lässt einen ver-zweifeln. so ziemlich an allem. dann ist der schutzmantel schon längst daheim im schrank vergessen worden oder passt nicht mehr und der zweifel trifft bis tief ins herz.


kränkung verunsichert immer. stellt in frage. manchmal alles, manchmal nur einzelne personen. mit vernunft hat das wenig zu tun.


danke für deinen intensiven kommentar hier.


lieber gruß,

fee
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"Gedichte sind Geschenke an die Aufmerksamen" Paul Celan
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Alt 22.05.2009, 19:10   #2
a.c.larin
Erfahrener Eiland-Dichter
 
Registriert seit: 14.03.2009
Ort: wien
Beiträge: 4.893
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liebe fee,
so unangenehm das auch ist: manchmal wird man einfach nur zur projektionsfläche für die schwierigkeiten, die in eines anderen menschen kopf zugange sind!

dann hört man plötzlich vorwürfe, die einen nur rätseln lassen.
beleidigte rückzüge, bei denen das gegenüber auch keine gründe angeben kann/ will , sprechen aus meiner sicht der dinge eher dafür, dass dieses gegenüber sich selbst nicht erklären und / oder sich selbst auch nicht verstehn kann , daher als partner für ein reflektierendes ,sensibles LYRICH
zur zeit ( oder überhaupt) ungeeignet ist.

dem LYRIch möchte ich aus der seelischen hausapotheke ein wenig trostsalbe zuwerfen mit hinweis darauf, dass freundschaft zum gegebenen zeitpunkt durchaus wieder zu wagen sei, allerdings wäre die wahl der person zu überdenken. erwin ringel meinte einmal ,dass die partnerwahl nach dem gesetz der neurose funktioniere, das heißt, alte konfliktmuster werden solange immer wieder re-insziniert, bis ein ausstieg aus der urspünglichen
inneren landschft gelungen ist.

bis dahin aber : warme socken anziehen, beruhigungstee kochen und rein in die kuscheldecke ( und es darf auch genascht werden).

liebe grüße
larin
__________________
Cogito dichto sum - ich dichte, also bin ich!

Geändert von a.c.larin (22.05.2009 um 19:11 Uhr)
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