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#1 | |
Närrisches Fieber
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Beiträge: 38
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Krek-krek,
Zitat:
Der Text ist vielschichtig. Hier kann die Erderwärmung thema sein, eine Sucht, ein übler Charakter (a la Dickens Weihnachtsgeschichte), die negative Seite des Kapitalismus (hoch aktuell). Ich denke, jeder kann sich selbst etwas herausnehmen. So mag ich Lyrik. Auch mir gefällt die Antithese Glocken-(hart)/Flügel-(weich)schlag. Allerdings denke ich hier weniger an ein barockes Memento Mori, ein gradlinieges bis-zum-Tode. Das sagen mir weder der Titel noch der letzte Vers, wenn sie im Kontext gelesen werden. Wobei mir der Titel auch nicht zusagt, der ist mir zu platt... liebe Grüße Kajn
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Klio riss aus einem Traume sich, von einem Lindenbaume: "Wow, hast Du nen großen Stamm! Ob ich dich besteigen kann?" Ich würde nur an einen Gott glauben, der zu tanzen verstünde.
aus: Also sprach Zarathustra, Friedrich Nietzsche |
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#2 | ||||
ADäquat
Registriert seit: 07.02.2009
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![]() Lieber basti,
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#3 | |||
Närrisches Fieber
Registriert seit: 30.05.2009
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Krek-krek,
also bei der Titelsuche fragst Du den Falschen. Ich hasse das auch jedesmal: der Text ist fertig und dann soll ein Titel her, der a.) nicht zu viel verrät, b.) den Leser aufmerksam macht, c.) trotdem etwas verrät und d.) nicht zu anspruchslos ist. Ich bin ja kein Prinzipienreiter, aber dennoch sind es wohl Prinzipien, die mich davon abhalten, Titelvorschläge zu machen. So, und jetzt das mit dem Tempus. Daher Vorsicht!, der Kajn probiert wieder, etwas grammatisch und semantisch zu erklären. Zitat:
Zitat:
Zitat:
Hui, ungefähr halbwegs verständlich ausgedrückt? liebe Grüße Kajn *in meiner Interpretation lese ich die Gegenwart in Verbindung mit dem Titel zwar als Fiktion, die durch ihre Vergegenwärtigung Wirkung erzielt, aber das sollte man an dieser Stelle aussen vor lassen
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Klio riss aus einem Traume sich, von einem Lindenbaume: "Wow, hast Du nen großen Stamm! Ob ich dich besteigen kann?" Ich würde nur an einen Gott glauben, der zu tanzen verstünde.
aus: Also sprach Zarathustra, Friedrich Nietzsche Geändert von Kajn Kokosknusper (05.06.2009 um 12:49 Uhr) |
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#4 | |||
ADäquat
Registriert seit: 07.02.2009
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![]() Hallo Kokosknusper
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#5 |
Erfahrener Eiland-Dichter
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liebe chavali,
ich empfinde dein gedicht sehr stimmungsvoll, düster nur, wenn man die zeit als das maß aller dinge ansieht. aus einer überzeitlichen perspektive heraus betrachet würde das verklingen bestimmter ereignisse nicht weiter aufregen. wie wärs mit dem titel : " von letzten dingen" oder auch so, fast fragend: "letzte dinge" ich sinniere auch über die schlusszeile: obwohl "anzufachen" ganz symmetrisch gebaut ist wie "aufzuwachen", gefiele mir die wendung "feuer zu entfachen" trotzdem besser, woran das liegt, weiß ich selber nicht. liegts an der metrik? liebe grüße larin
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Cogito dichto sum - ich dichte, also bin ich! |
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#6 |
gesperrte Senorissima
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Beiträge: 4.134
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Liebe Chavali,
ein sehr mystisches Gedicht, das allein durch die Form schon besticht. Lese ich es mehrmals, kommen mir leider gedankliche Schlüsse-Rückschlüsse in die Quere. Aber vielleicht denke ich auch sehr quer. Ich zeige Dir, was ich meine: Die letzte Uhr auf dieser Welt verkündet mit dem Glockenschlag die Zeit, die uns noch bleibt und hält (das "und " ohne vorheriges Komma schmeckt mir nicht sehr. "Die Zeit, die uns nocht bleibt, und hält" oder "Die Zeit, die uns noch bleibt. Sie hält..") in ihrer Hand den einen Tag, der irgendwann im Licht vergeht - um nie mehr aufzuwachen (da hakelt es bei mir besonders stark. Vergeht der Tag mit dem Vorsatz, dem Wunsch, dem Drang "nie mehr aufzuwachen"? Ist es nicht eher eine Folge des vergehenden Lichtes, daß der Tag nicht mehr aufwacht? - Das "um zu" hat eine strenge Regel m.E.) Die letzte Stunde dieser Welt verweht gleich einem Flügelschlag, der träg sich aus den Federn schält, (das ist wunderschön, aber in meinen Augen irgendwie falsch... aus den Federn schält sich doch nichts, oder? "Der träg sich durch die Zeiten quält"..? ---- ich sinnierte lange darüber und bin noch zu keimem Schluß gekommen) wenn auch der Morgen vor uns lag und jedes Tor weit offen steht - (Nicht doch lieber ein Komma?) um Feuer anzufachen Mit den "Zeiten" habe ich überhaupt keine Schwierigkeiten. Aber mit dem Gedicht muß ich mich noch mehrmals beschäftigen. Es haftet. Lieben Gruß vorerst von cyparis |
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#7 |
Flaschenpost
Registriert seit: 24.03.2009
Beiträge: 574
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hallo chavali,
ein eher ernstes, düsteres, zum Nachdenken anregendes Gedicht. Es liest sich flüssig und das Reimmuster passt gut zum Inhalt. Es kommt ein wenig wie ein Weltuntergangsgedicht rüber. In den letzten Zeilen dann der Aufruf etwas zu ändern. Ich hätte es eher in die Rubrik Denkerklause oder Finstere Nacht gestellt. Viele Grüße ruhelos
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Schreiben ist leicht. Man muss nur die falschen Wörter weglassen. (Mark Twain) |
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#8 |
Schreibattacke
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Ort: Athen an der Spree
Beiträge: 103
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Hi Chavali,
das gefällt mir gut, ich mag die Metaphern. Als Titel könnte ich mir 'Zeit im Flug' vorstellen. Gruß L. |
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#9 | |||||
ADäquat
Registriert seit: 07.02.2009
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![]() Liebe larin,
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