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Finstere Nacht Trauer und Düsteres

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Alt 03.03.2009, 10:14   #1
Erich Kykal
TENEBRAE
 
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Keineswegs. Man kann sich aber fragen, ob man AN einer Sache etwas gewonnen hat, und diese kann eben auch ein Spiel sein, ein Spiel des Lebens in diesem Fall.

Die Lebensangst, die mich wie einen Mantel trug: Sollte zeigen, wie entkernt, unzentriert mein Sein ist, da ich nur eine Hülle bin für Angst, die meine wahre Mitte vor mir verbirgt, mich vom Wesen meiner selbst fernhält.

Auf den Schlips bist du mir nicht getreten, keine Sorge. Ich war nur zeitlich knapp dran.

LG, eKy
__________________
Weis heiter zieht diese Elend Erle Ute - aber Liebe allein lässt sie wachsen.
Wer Gebete spricht, glaubt an Götter - wer aber Gedichte schreibt, glaubt an Menschen!
Ein HAIKU ist ein Medium für alle, die mit langen Sätzen überfordert sind.
Dummheit und Demut befreunden sich selten.

Die Verbrennung von Vordenkern findet auf dem Gescheiterhaufen statt.
Hybris ist ein Symptom der eigenen Begrenztheit.

Geändert von Erich Kykal (05.03.2009 um 13:43 Uhr)
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Alt 05.03.2009, 08:47   #2
Chavali
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Hallo eky,

ich habe schon viele deiner Gedichte gelesen und mich fasziniert deine philosophische Wortwahl,
die es einem manchmal nicht leicht macht, hinter die Absicht zu schauen.
Aber das ist gerade das Interessante dabei.

Man liest und wird zum Teil in eine andere Welt versetzt, die des Zweifels, die der Ängste und der Nacht.

Handwerklich gibt es, das weißt du sicher selbst, aber auch rein gar nichts auszusetzen.


Mit Gruß,
katzi
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.
© auf alle meine Texte
Die Zeit heilt keine Wunden, man gewöhnt sich nur an den Schmerz

*
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Alt 05.03.2009, 18:31   #3
ReinART
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Hi Erich
eines Deiner Gedichte, die mich wieder sehr ansprechen und das ist ja nicht immer so .
Technisch ein echter Kykal aber auch inhaltlich wohl ein echter Kykal
Es beeindruckt mich, wie Du es vermagst, diese Momente des Selbstzweifels in der für Dich typischen Art zu reflektieren und ohne großes Getöse die einfache Tatsache, dass wir nicht Herr unseres Lebens und unserer Gemütsverfassungen sind zu beschreiben. Ich gebe Dir recht mit Deiner Feststellung, dass das Leben ein vages und sonderbares Spiel ist und ein jeder, so scheint es mir, ein jeder die ihm zugedachte Rolle zu spielen hat. Wir sind halt nur Figuren in einem Spiel, dass wir nicht verstehen und auf das wir keinen Einfluss haben.
Sehr gern gelesen
reinhard
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Alt 06.03.2009, 13:30   #4
Erich Kykal
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Hi, Reini!

Du wirst lachen - ich versuche mich zurückzuhalten!
Ich bin so selbstreflektorisch veranlagt, dass ich mir jede Menge Gedanken sparen muss, da mein Schaffen sonst rasch langweilig würde, weil sich fast alles immer nur um mich dreht.
Ich versuche Beschreibungen, Naturgedichte und Sozialkritisches einzuflechten, wo ich nur kann. Ich hoffe, die Mischung ist erträglich.

Das Gedicht ist eigentlich ein Lamento auf die Lebensangst, die mich ständig begleitet. Dabei will ich gar nicht differenzieren zwischen der Angst, sein Leben in die Hand zu nehmen und selbst zu gestalten, und der Angst vor dem, was einem alles zustoßen könnte, wenn man sich in die Welt hinaus wagt.
Beides trifft auf mich zu, und seit ich bewußt existiere, versuche ich gegenzusteuern!

LG, eKy
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Dummheit und Demut befreunden sich selten.

Die Verbrennung von Vordenkern findet auf dem Gescheiterhaufen statt.
Hybris ist ein Symptom der eigenen Begrenztheit.
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Alt 07.03.2009, 21:56   #5
Dana
Slawische Seele
 
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Lieber eKy,
ich werde mir für deine Gedichte einen Textblock anfertigen, den ich unter jedes setze.

Ergriffenheit, Bewunderung über Sprachmelodie, Sprachgewalt und Inhaltstiefe kann ich nicht ständig variieren, ohne dass es auf beständiges Lob hinausgeht.

Keine Theatralik, kein Lamento - fast eine stille Betrachtung. Und doch trifft sie tiefer als jedes Spektakel.
Dein Gedicht zeichnet sich durch Echtheit und Ehrlichkeit selbst aus.
Ich trage manchmal einen Hut. Vor dir würde ich ihn jedes Mal lüften.

Liebe Grüße
Dana
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Ich kann meine Träume nicht fristlos entlassen,
ich schulde ihnen noch mein Leben.
(Frederike Frei)
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Alt 15.03.2009, 12:13   #6
Erich Kykal
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Hi, Dana!

Schluck!

O welch Balsam auf's wunde Dichterherz! An dir scheine ich - wie an cyparis - einen Dauerfan gefunden zu haben. Sorry, falls ich das Entgegenkommen deines Lobes nicht ausreichend erwidert habe, indem ich zu selten deine Gedichte kommentierte, aber ich bin leider so ichbezogen, dass ich selten Lust verspüre, dies überhaupt zu tun. Es liegt an mir. Ich bemühe mich, dies zu entschärfen!

Vielen Dank für deine lieben Zeilen! Da ich immer noch daran zugange bin, mich aus einem depressiven Wintertief mit beruflichem Burnoutsyndrom herauszukrallen, kommen mir solche Hymnen der Sympathie ausgesprochen gelegen. Wiederum egoistisch von mir, ich weiß, aber ich brauche es zur Zeit wirklich!

LG, eKy
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Die Verbrennung von Vordenkern findet auf dem Gescheiterhaufen statt.
Hybris ist ein Symptom der eigenen Begrenztheit.

Geändert von Erich Kykal (18.06.2017 um 10:21 Uhr)
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