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Finstere Nacht Trauer und Düsteres

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Alt 13.07.2010, 17:58   #1
Walther
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Lb. Falderwald,

der Schauspieler Frank Giering starb an den Spätfolgen seiner Alkoholsucht durch einen Aderriß. Das Gedicht ist die Reduktion der Nachrufe auf das Wesentliche. Ich habe einige Filme mit ihm gesehen und war sehr beeindruckt von ihm.

Nachdem heute so viel untergeht, habe ich dieses Sonett verfaßt, als mein Abschiedsgeschenk an einen armen und dennoch großen Menschen.

Danke und Gruß W.

Lb. larin,

gerne folge ich Deinem letzten Hinweis, weil er einen echten Schreibfehler beseitigt. Der Stil eines Stieles ist nun einmal etwas anderes als der Stiel eines Stils.

Deine Hinweise zum Metrum kann ich zwar nachvollziehen, ihnen aber nicht folgen. Die Verse können und sollen von den Betonungen her jambisch gesprochen werden: Du wirst sehen, daß dies auch den Sinn der Verse verändert, wenn man sie genau so spricht.

Lieben Dank und Gruß W.
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Alt 14.07.2010, 20:35   #2
Falderwald
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Guten Abend larin und Walther,

ich möchte nur kurz zur Metrik anmerken, daß ich keinerlei Schwierigkeiten hatte und habe, die vorliegenden Verse jambisch zu lesen.

Gerade in dieser Zeile kommt der ganze Pathos zum Tragen, wenn man das kleine Wörtchen "was" betont:

Zitat:
Was nützt das Glänzen, was bleibt von den Zielen
Auch hier muss ich Walther beipflichten, wenn er schreibt, die Lesart verändert die Bedeutung:

Zitat:
Man ist nicht bei sich und doch unter vielen
Wenn das "bei" betont ist, liegt der Eindruck besser bei der beabsichtigten Zustandsbeschreibung in dieser Zeile.

Man könnte jetzt natürlich argumentieren, daß in beiden Zeilen dann eigentlich unbetonte Worte wie 1. "von" und 2. "und" betont gelesen werden müssen. (s.o.)
Jedoch gibt es in der deutschen Sprache keine drei unbetonten bzw. betonten Silben hintereinander in einem Vers.
Im Zweifelsfalle wird dann die mittlere Silbe leicht betont/unbetont gesprochen.
Diese Voraussetzung wird in beiden Zeilen erfüllt, so daß ich es in einem Gedicht als legitim erachte, metrisch so zu arbeiten.


Liebe Grüße

Bis bald

Falderwald
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Oh, dass ich große Laster säh', Verbrechen, blutig kolossal, nur diese satte Tugend nicht und zahlungsfähige Moral. (Heinrich Heine)



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Alt 27.07.2010, 10:54   #3
Walther
Gelegenheitsdichter
 
Registriert seit: 09.11.2009
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Lb. Falderwald,

danke für Deine Unterstützung. Dem ist wirklich nichts hinzuzufügen!

LG W.
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