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Ein neuer Morgen Fröhliches und Hoffnungen

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Alt 11.03.2009, 15:36   #1
DerKleinePrinz*
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Beiträge: n/a
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Liebe Katzi

Wenn du gestattest ignoriere ich das gewidmet mal und werde dein Gedicht so wie jedes andere auch behandeln.

Der Grundgedanke deines Werkes ist natürlich schön und wird wohl vielen Menschen auf ihren Lebensweg begegnen. Das erinnert mich auch an die Geschichte des verlorenen Sohnes aus der Bibel, aber auch ein wenig an mich selbst.

Leider finde ich die Umsetzung dann nicht mehr ganz so glücklich, was folgende Gründe hat.

Zitat:
Vor Jahren bist du weggezogen,
suchst in der Fremde nun dein Glück.
Von vielen Menschen schlimm betrogen,
zieht es dich nun nach Haus zurück.
Ich muss ehrlich sagen, dass schon der Anfang des Gedichtes der Qualität des selben nicht gerade förderlich ist. Das liegt daran, dass hier zwei gleiche Zeitformen aufeinander prallen, obwohl dies eigentlich hier nicht möglich ist. Das LI sucht nun in der Fremde sein Glück, wird enttäuscht und nun will es wieder nach Hause. Das ist sehr unglücklich geschrieben.
Man könnte dem aus dem Weg gehen, in dem man die ersten beiden Zeilen im Präteritum oder im Perfekt schreibt und das nun dort eliminiert.

Das könnte dann z.B. so aussehen:

Zitat:
Vor Jahren warst du weggezogen,
suchtest in der Fremde Glück.
Von vielen Menschen schlimm betrogen,
zieht's dich nun nach Haus zurück.
Allerdings ist der Sprachfluss ein wenig unglücklich jetzt, wie ich finde. Jedoch finde ich es inhaltlich auf jeden Fall schlüssiger.

Zitat:
Hier warten alle deine Freunde,
Familie und die kleine Stadt.
Dein Heimweh, das kennt keine Grenzen,
du bist im Wind vom Baum ein Blatt.
Hier ist eigentlich alles in Ordnung, nur die letzte Zeile trifft meinen persönlichen Geschmack nicht. Das Blatt im Wind als Symbol wird ja schon überall verwendet, durch eine Umstellung der Syntax wird es auch nicht mehr origineller finde ich. Aber das ist subjektiv.

Zitat:
Komm in die Heimat deiner Jugend,
schau in das Sternenhimmelszelt.
Lass hinter dir die falschen Freunde!
Komm in die neue, alte Welt!
Man kann mir Fantasielosigkeit vorwerfen, aber ich sehe hier inhaltlich keinen Bezug zum blaumarkierten Wort. Deshalb würde ich um eine Erklärung bitten.

Insgesamt würde ich sagen, dass es sich hier um ein eher durchschnittliches Gedicht handelt, durchaus mit guten Ansätzen und einigen guten Passagen, aber ich habe schon stärkeres von dir gelesen, auch was die Wortmelodie und den Lesefluss betrifft.

Nicht böse sein
Der Kleine Prinz*
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Alt 11.03.2009, 15:53   #2
Chavali
ADäquat
 
Benutzerbild von Chavali
 
Registriert seit: 07.02.2009
Ort: Mitteldeutschland
Beiträge: 13.009
Standard

Hallo Prinzi*
Zitat:
Nicht böse sein
entschuldige dich doch nicht, wenn du mir eine Kritik schreibst
Ich bin bei dieser Art von Kritik niemals böse; es sei denn, sie ist unsachlich
oder zielt nicht auf den Text, sondern auf den/die Autor/in

Du hast wieder einmal genau hingesehen und das ist gut so.
Deine Kritikpunkte lass ich mir durch den Kopf gehen, versprochen,
und werde zu gegebener Zeit nochmals darauf antworten, ok?

Lieben Gruß und ein dickes Dankeschön,
katzi
__________________
.
© auf alle meine Texte
Die Zeit heilt keine Wunden, man gewöhnt sich nur an den Schmerz

*
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