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Alt 20.06.2014, 17:00   #1
Dana
Slawische Seele
 
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Lieber eKy,

Narvik hat mich verunsichert - obwohl ich beim Lesen gleich das Bild des "Sensemanns" hatte, und zwar in jeder Strophe.
Er ist immer gegenwärtig und steckt hinter jeder Metapher.
Er überdauert sogar die Götter. Wenn diese Geschichte oder Legende werden (was noch sehr, sehr lange dauern wird) - bleibt er Begleiter oder ruhendes Gewicht.
Er wird immer und jedem die Grenzen weisen.
Erst, wenn wir nichts mehr wollen, nichts mehr sehen, nicht träumen und keine Lasten tragen - haben wir ihn gefunden.

Schaurig schön verdichtet, klar der Wirklichkeit "ins Auge geschaut" und eine gegebene Wahrheit ausgesprochen.

Gefällt mir sehr, vom ersten bis zum letzten Vers.

Liebe Grüße
Dana
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Ich kann meine Träume nicht fristlos entlassen,
ich schulde ihnen noch mein Leben.
(Frederike Frei)
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Alt 20.06.2014, 18:02   #2
Erich Kykal
TENEBRAE
 
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Hi, Narvik!

Der personifizierte Tod spricht hier als LyrIch: Gevatter Tod, Bruder Hein, da Boandlkramer, der Sensenmann...

Mit den "ruhenden Gewichten" sind die der Lebensuhr gemeint (ich stelle sie mir immer als Wanduhr mit Aufziehgewichten vor), wie die letzte Strophe erläutert. Wenn sie ruhen, also abgelaufen sind, steht die Uhr - dann hast du "ihn" gefunden: Den Tod.


Hi Dana!

Sehr richtig erkannt! Nur das "ruhende Gewicht" ist das der Lebensuhr, wenn sie abgelaufen ist.


Vielen Dank für eure Kommis!

LG, eKy
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Weis heiter zieht diese Elend Erle Ute - aber Liebe allein lässt sie wachsen.
Wer Gebete spricht, glaubt an Götter - wer aber Gedichte schreibt, glaubt an Menschen!
Ein HAIKU ist ein Medium für alle, die mit langen Sätzen überfordert sind.
Dummheit und Demut befreunden sich selten.

Die Verbrennung von Vordenkern findet auf dem Gescheiterhaufen statt.
Hybris ist ein Symptom der eigenen Begrenztheit.
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Alt 20.06.2014, 18:15   #3
Chavali
ADäquat
 
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Hallo Erich,

ich gestehe, dass ich um dein Gedicht schon tagelang herumgeschlichen bin und fantastisch fand,
aber auch Schwierigkeiten mit der Deutung hatte.
Respekt, dass Dana erkannt hat, worum es geht

Mit diesem Hintergund gelesen, ist das wieder ein Highlight aus deiner Feder.



Lieben Gruß,
Chavali
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© auf alle meine Texte
Die Zeit heilt keine Wunden, man gewöhnt sich nur an den Schmerz

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Alt 20.06.2014, 19:09   #4
Erich Kykal
TENEBRAE
 
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Hi, Chavi!

Ich hatte gehofft, der Inhalt würde sich selbst erklären, deshalb habe ich den Tod im Titel nicht erwähnt und eine poetischere Überschrift gewählt.

Aber immer gleich fragen, wenn etwas unklar ist - ich kann es ja nicht riechen...

Danke für dein sattes Lob!

LG, eKy
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