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Eiland-Dichter
Registriert seit: 18.04.2021
Beiträge: 91
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Ich hasse euch so sehr.
Wie ihr lebt, wie ihr seid, jeden Tag ein bisschen mehr, geht ihr weiter, viel zu weit, vom Judentum blieb Holocaust, Blut, Elend und ein Krieg, der Deutsche, leicht zersaust, baute Heil und Sieg einen Staat für den Frieden, indem’s nie Frieden gab, die Region komplett am sieden, Gaza-Streifen, Massengrab, die Amis ballern kreuz und quer der Deutsche wirkt beschwingt, freut sich wenn’s der Ali wär, der den Job zu Ende bringt, so lange andre Itzichs killen, geht’s dem Deutschen gut, na sowas, Gottes Willen, Untermensch und böse Brut, der direkt nach der Schlachtung sich zum Herrenmensch erklärt, der diesmal, alle Achtung, ganz einfach so verfährt: Vorher durft‘ er alle töten, heut‘ kann er das nicht mehr, ist Helfer, Freund in Nöten nimmt’s verfickte Schießgewehr und ballert sich die Resteele damit aus seiner Hühnerbrust, aufdass die Würde stähle, wenn, Soldat, du handeln musst – wie sie durch Auschwitz schweben! Er atmet sich tief ein, so gebiert man Gute eben ein, Mörder, Henker, Bastard sein, dem Opfer, dem passiert nichts mehr, weil Deutschland, Deutschland über alles und der Deutsche deutscher mehr der Deutschdeutschdeutsche is‘. Den Blick in die SS-Augen wagt er aber lieber nicht, Flucht und an die Lüge glauben, durch Millionen Leichen bricht, er sich Bahn mit nem Papier, das ist die Verfassung, er sagt sich selber, hier auf mich ist total Verlassung oder so, wenn aus Versehen, kann ja mal passieren, ganze Länder kaputt gehen, Menschen jämmerlich krepieren. Ohohoh! Die Bimbos kommen, so geht das ja mal nicht, bist du mir etwa nachgeschwommen? Schaut ihm tief in sein Gesicht, ´ mein Freund, benimmst dich hier! Sonst geht’s zurück ins Meer! Ich war ein guter Gast bei dir, Bombe, aufgeräumt und bitte sehr, auf die Werte westlich, wie zünftige Rassisten schwören sie ganz festlich, auf sich als Darwinisten, kein Kw in Spatzenhirnen, keine Herzen in der Brust, kein bisschen Licht in ihren Birnen, hitlert es sich selbstbewusst, Merkel, Gauland, Schröder, Höcke, Hitler, Özdemir, Gauland, Söder, Söder, macht euch bitte ab von hier, Söder, Dings und Bumms, Söder, Söder, Reicheneck, Pistorius und Knall und Wumms macht euch, bitte, bitte weg, alle hier von rechts nach rechts, alle, alle an der Macht, allen Alters und Geschlechts, ohne Ahnung was ihr macht! Das Volk hier stirbt im eignen Leib? Nen toter Nigger für das Herrchen, ein Gendersternchen für das Weib, wer will, verreckt als Pärchen, oder bringt sich um die Ecke, oder fängt zu saufen an, oder hängt sich von der Decke, oder, weil er’s eben kann, mit Monockel, ohne Sinn, tja, Klient, so ist das eben, hier im Malbuch steht es drin! Warst ein bisschen dumm für’s Leben und die Oberflächen scheinen. Schmerzen spür ich meist nicht mehr, manchmal fehlt die Kraft zum Weinen, alles, alle kalt und leer, und der Stolz und die Gesichter, und der Lug, alles mein, Morgen, liebe, kleine Lichter schlagt ihr vielleicht im Ende ein, jeden Tag ein bisschen mehr. Warum wohl, Drecksfaschist? Ich hasse euch so sehr. Weil in mir schon noch Liebe ist. |
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#2 |
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Lyrische Emotion
Registriert seit: 07.02.2009
Ort: Inselstadt Ratzeburg
Beiträge: 10.032
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Hallo Makaveli,
der Text wirkt weniger wie Satire und mehr wie ein ungefilterter Wutausbruch. Die Sprache ist stark überladen, arbeitet mit Pauschalurteilen und historischen Kurzschlüssen und richtet sich letztlich gegen ein selbst konstruiertes Feindbild. Inhaltlich entsteht der Eindruck einer emotionalen Entladung, nicht einer satirischen Zuspitzung. Satire braucht Distanz, Perspektive und einen klaren Gedanken – hier dominiert vor allem Frust, moralische Überhöhung und Provokation um der Provokation willen. Dass dabei „die Deutschen“ als homogene, faschistische Masse dargestellt werden, ist nicht kritisch, sondern schlicht pauschalisierend und greift am eigentlichen Thema vorbei. Darüber hinaus fehlt dem Text jede Form von innerer Struktur: Die Bilder wechseln abrupt, historische Vergleiche werden ohne Kontext aneinandergereiht, und die Sprache verliert sich in Übertreibungen, die eher an Ressentiment erinnern als an literarische Gestaltung. Die Selbstinszenierung des lyrischen Ich als moralischer Richter über „die Deutschen“ bleibt eindimensional und wirkt eher wie eine Projektion persönlicher Wut als wie ein gesellschaftlicher Kommentar. Die Verwendung drastischer Begriffe und abwertender Zuschreibungen ersetzt Argumentation durch Lautstärke und verhindert jede Form von Reflexion. Als „Satire“ funktioniert der Text deshalb nicht: Er überzeichnet nicht, um etwas sichtbar zu machen, sondern übertreibt, um zu verletzen. Er kritisiert nicht, sondern verurteilt pauschal. Und er spielt nicht mit Perspektiven, sondern fixiert sich auf ein einziges, starres Feindbild. Die Wirkung ist entsprechend: nicht scharf, nicht klug, sondern schlicht polarisierend. Mich würde interessieren, wie du selbst die satirische Absicht deines Textes einordnest – und an welcher Stelle du die notwendige Distanz siehst, die Satire üblicherweise voraussetzt. Liebe Grüße Bis bald Falderwald
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Manchmal muss man eben Dreck fressen, um Gold kacken zu können (Falderwald) Für alle meine Texte gilt: © Falderwald --> --> --> --> --> Wichtig: Tipps zur Software |
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#3 |
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Eiland-Dichter
Registriert seit: 18.04.2021
Beiträge: 91
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Keine Worte, so als Fiesling.
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