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Alt 02.03.2016, 21:56   #12
anamolie
Gast
 
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Hi!

Es gibt zwei Gedichte, die ich echt schön fand zur Zeit, dieses hier,
und eins mit einem Kiesel...

ist schon ziemlich dreist, wie mir scheint,
das weisse Tor einer alten Maya- oder Aztekenstadt oder wie auch immer,
"Panthertor" zu nennen!!!!!! Eine solche Ambivalenz dürfte in eher
unbedarften, jungen Leserhirnen, einen schmerzhaften Ruck auslösen... .

AUA! Wieso ist ein Panther plötzlich weiss?!?

Zitat:
Tief im Urwald liegt verschollen
eine alte, fremde Stadt,
die inmitten ihrer Gassen
einen Pantherbrunnen hat.
Dass die Stadt "fremd" ist, ist völlig klar. "ferne" wäre eine Überlegung.
Wenn die Stadt Keiner kennt, und Keiner gefunden hat, dann ist sie
logischerweise auch fremd - obwohl ja der Erzähler anscheinend Insider
Wissen hat --- im letzten Leben wohl als Panther aus einem Brunnen getrunken.

Zitat:
Und auch ich hab nicht gefunden,
was ich suchte tief im Sumpf.
Weiße Stadt heißt die Legende,
bleibt des Regenwalds Triumph.
Weiße Stadt heißt die Legende.
Sie bleibt des Regenwalds Triumph.

Wäre mE besser. Es ist durchaus KEIN Verbrechen, einen ansonsten
sauber im Trochäus laufenden Vier-Stropher, durch einen finalen Jambus
abzusetzen. Weil gerade das Fehlen von "sie" plus der Triumph,
leicht gezwungen wirken, erscheint "Triumph" im ersten Moment,
womöglich als zu gezwungen, obwohl ich die deutliche Absicht erkenne,
durch Schlingpflanzen und Wurzelwerk überwucherte, zersprungene Steine.

Wenn aber plötzlich ein ambivalenter Jambus ins Finis eröffnet,
dann muss der Eindruck einer Absicht entstehen.
Nicht von etwas doppelt Erzwungenem, sondern von doppelter, ambivalenter Absicht.

Ich zB habe sowohl in meinen Amphibrachys- als auch in meinen Sonett-Strukturen,
manchmal die Dreistigkeit inne, Hebungs- oder Senkungsprall absichtlich zu setzen,
oder eine leichte metrische Varianz in der finalen Zeile, im Finis,
um nochmals dramaturgisch abzusetzen.

Soetwas wie ein Distichon wurde ja auch erfunden, Hexameter, Pentameter,
um bessere dramaturgische Freiheiten zu erhalten, entgegen einer allzu
statischen Langeweile im metrisch zu restriktiven Konstrukt, also KÖNNTE,
einen sauber laufenden Trochäus final zu durchbrechen, wie auch zB
in einem Sonett, diese Dreistigkeit zu üben, durchaus von Vorteil sein.

Ist ein träumerisches Dings geworden, zumal "Städtetor" jetzt endlich raus ist.
Du hofftest auf etwaige Leser, die das vielleicht verziehn hätten.
Ja, die Leser aus Ambarador vielleicht, aber die haben kein Internet.
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